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EIIW Policy Brief

Verhandlungspositionen UK und EU nach dem BREXIT-Tag 31. Januar 2020: Britische Johnson-Schwachpunkte

EIIW Policy Brief:

Verhandlungspositionen UK und EU nach dem BREXIT-Tag 31. Januar 2020: Britische Johnson-Schwachpunkte

Zusammenfassung: Mit dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU nach 47 Jahren am 31. Januar 2020 ergeben sich negative ökonomische Effekte in einer Reihe von Feldern für UK, aber auch für die EU. Neben den Zollbelastungen im Fall einer fehlenden Einigung über einen Handelsvertrag bis Ende 2020 – es käme dann ein No Deal (Handel auf Basis von WTO-Regeln bzw. des neuen Importzoll-Tabelle für UK, die schon die May-Regierung vorgestellt hatte) – sind u.a. auch Marktanpassungseffekte zu bedenken; britische und EU27-Firmen werden im Handel EU-UK jeweils Preisnachlässe erwägen müssen, um trotz neuer Zollbelastungen bisherige Marktanteile zu bewahren. Zudem sind mittelfristig Direktinvestitionseffekte wichtig: Bei einem ab 2021 ggf. fehlenden Binnenmarktzugang für UK sind hier erhebliche ökonomische Verluste für UK zu erwarten. Zudem hat sich die strategische Position von Premier Johnson Ende Januar 2020 dadurch verschlechtert, dass ein Rücktritt von US-Präsident Trump (BREXIT-Befürworter) im Kontext des Impeachment-Verfahrens denkbar ist bzw. dass eine Wiederwahl eher unwahrscheinlich erscheint – ein neuer Amtsinhaber in 2021 von den Demokraten brächte sicherlich eine Rückkehr der US-Unterstützung der EU-Integration und hieße für UK eine gewisse außenpolitische Isolierung. Eine gute UK-Verhandlungsposition ergäbe sich gegenüber der EU von daher eher nicht, die ökonomischen BREXIT-Kosten werden für UK hoch sein. Herunterladen (PDF) Download (English)(PDF)